Dienstag, 5. Mai 2015

Nataka kuona dunia – Eine Woche durch Uganda und Rwanda reisen


Mambo!

Nach Marvin und meiner großartigen Reise nach Tansania und einer Woche in der Schule wegen eines neuen Projektes blieb immer noch genug Zeit für Lu und mich übrig, uns nochmals auf eine größere Reise zu begeben. Wer weiß, vielleicht war es ja schon das letzte Mal für uns!

Zuerst fuhren wir nach Jinja, Uganda. Dort holte uns Paula ab, eine Freiwillige von unserer Organisation Via e.V. und wir fuhren zu Riekes und ihrem Haus, was sehr nahe dem Nil gelegen ist. Nach einem Austausch mit ihnen und leckerem Essen machten wir uns am nächsten Tag auf große Entdeckertour. Als erstes liefen wir zur Nilquelle runter, wo der Nil aus dem Viktoriasee entspringt und verbrachten dort einige Zeit. Unter anderem tranken wir natürlich genüsslich ein Nile ( eine lokale Biersorte) am Nile !



Danach besuchten wir die Innenstadt...


...Innenstadt...Wie sieht es bei uns wo wir gerade leben überhaupt aus?
Generell lässt sich zu ostafrikanischen Städten sagen, dass diese in keinster Weise mit den europäischen Städten vergleichbar sind und es keine besonderen Sehenswürdigkeiten gibt, es sei denn, man befindet sich in den Hauptstädten, wo man doch das ein oder andere besichtigen kann. Meist findet man Läden an der Straße vor, wo entweder elektronische Dinge oder überall dieselben Haushaltssachen und Lebensmittel wie Toast, Mandazi, Waschmittel, Seife, Kerzen uva. verkauft werden. Nicht zu vergessen sind auch die vielzähligen Kinyozis, kleine Frisörläden mit meist nur einem Sessel und guter, lautstarker Musik.

Außerdem gibt es neben einigen größeren Supermärkten, wo es seit den Anschlägen der islamistischen Terrororganisation Al-Shabab verstärkt Securitys gibt, viele Stände ( in Kisumu sind sie aus Holz), an denen fleißig Früchte und Obst sowie auch Klamotten ( vor allem Trikots) angeboten werden. Auch gibt es oft eine große Markthalle, wo Händler ihre Ware verkaufen und andere diese für ihre kleinen Lädchen einkaufen. Der Knotenpunkt einer Stadt hier ist eigentlich immer die Matatu Station, also dort, wo alle Busse abfahren. Busse sind wohlgemerkt das üblichste Transportmittel hier. Autofahren würde ich sowieso und vor allem in der Stadt nicht so gern, da mir die Straßen doch zu viele Geschwindigkeitsbremsen wie Huppel ( die dringend notwendig sind bei einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 80 kmh! ) haben, mir der Verkehr zu chaotisch wäre, weil jeder seine eigenen Regeln hat und weil ich garantiert in jedes Schlagloch fahren würde, da die Straßen doch oft nicht so gut und alt sind oder kaum asphaltiert. Ob dann eine Stadt noch Accessoires wie einen Park oder Straßenlichter hat und wie sauber sie ist, dafür ist die regionale Regierung zuständig. Zum Thema Sauberkeit wisst ihr ja schon einigermaßen über Kisumu Bescheid!
Außerdem gibt es verschiedene Wohngegenden die jeweils einen Namen haben. So ist zum Beispiel "Milimani" normalerweise das Reichenviertel einer Stadt. Auch die zwei slumartigen Gegenden Kisumus haben spezielle Namen. Wenn man jemandem sagt, wo man wohnt, kann man theoretisch immer den Begriff den Umständen und der Wohnart zuordnen. Hochhäuser sind übrigens eher rar. Doch besonders an ihnen kann man erkennen, dass immer nur gebaut werden kann, wenn die Mittel dafür vorhanden sind – wenn nicht, hören sie eben am zweiten Stock auf zu bauen. Das Baugerüst ist übrigens komplett aus Holz zusammengebaut, wie man auf dem Bild unten erkennen kann!

Naja wie auch immer: Hier ist normalerweise nicht so viel mit durch die Stadt bummeln angesagt, da man oft gar keine richtige „Innenstadt“ vorfindet und es auch nicht wirklich das „Bummelgefühl“ auslöst wenn man beispielsweise durch Kisumu läuft.
Hier ein paar Schnappschüsse von der Straße aus. Die Situationen der Bilder kann man in- oder außerhalb einer Stadt finden.















Würstchenverkäufer

Hier werden Kohlesäcke am Straßenrand verkauft


Markt

Matatu Stage


Baugerüst aus Holz




Jinja hingegen als Stadt hat uns sehr begeistert ( noch mehr als Tanga), weil es sehr sauber war und alles irgendwie eine Ordnung hatte, was wie gesagt nicht selbstverständlich ist. Man hatte richtig das Gefühl, als würde sich Mühe gegeben! Sogar fanden wir ein Local Cafe und tranken einen Kaffee am Straßenrand, was wir bisher noch nie gemacht haben! Jinja war wirklich eine sehr sympathische Stadt für uns und wir haben es sehr genossen in die kleinen Lädchen zu gehen, die alle an der Hauptstraße angeordnet waren, welche jedoch eben wegen der Nilquelle sehr auf den Tourismus ausgelegt waren, was wir aber in keinster Weise schlimm fanden :) Besonders fasziniert hat uns die riesige Markthalle, worin jeder seinen Platz hatte, fleißig verkauft und genäht wurde. Da war wirklich mal bummeln angesagt, da wir auch sehr angenehm und ohne schräg von der Seite angeguckt zu werden sorgenlos durchlaufen konnten!




Danach waren Lu und ich, wie wir eben sind, ein bisschen verrückt. Wir gingen zu einem Pikifahrer und fragten ihn, ob wir sein Motorrad ausleihen können. Er fand es witzig und meinte, ob wir denn fahren können. Natürlich verneinten wir. Deshalb fuhren wir ein wenig von der Hauptstraße weg und versuchten jeweils unser Glück mit dem Motorrad. Hat eigentlich ganz gut geklappt, es ist jedoch trotzdem nicht einfach! Weil ich es mit dem Anfahren nicht so drauf hatte, hab ichs wohl irgendwie geschafft, mit dem übelsten Wheelie für einige Sekunden zu fahren, woraufhin Lu sofort runtersprang. Meine Gefühle schwebten zwischen „Freiheit!“ und „ Ich werde sterben!“. Wohlgemerkt, wir fuhren ohne Helm.



Am Tag danach besuchten wir die Sipi Falls bei Mbale, die größten Wasserfälle Ostafrikas. Die Fahrt dahin war ätzend, weil einfach 3 von den 7h aus warten bestanden. Ich hab noch nie so viel gewartet wie hier in Afrika und wirklich geduldig gelernt, wie viele Menschen hier auch einfach wenig bis nichts zu tun können in dieser Zeit. Doch die Wasserfälle, 75m, 89m und 100m waren überragend und machten alles wieder gut! Vor allem, als es dann richtig anfing zu gewittern und es nur schüttete! ( wisst ihr, als ob wir nicht schon nass genug waren von den Fällen :D ) Ab da liefen wir mit dem Schutz eines riesigen Bananenbaumblattes durch die Natur, das war richtig Abenteuer. Auch, nachdem ich fünfmal ausgerutscht und hingefallen bin und die Truppe nur auf mich gewartet hat und AUCH nachdem mein Bananenblatt fast ganz zerrissen ist !


Chamäleon !


Nach 3 Tagen verließen wir Paula und Rieke und fuhren über Entebbe auf die Ssese Islands im Viktoriasee. Nachdem wir nicht zelten konnten, da es zu stürmisch war nachts, wurden wir in ein Zimmer mit direktem Seeblick und 15m bis in den See vermittelt. Es war richtig Urlaub dort und wir ließen es uns mit gutem Essen, mit unserem Hund Zusi, die uns nicht mehr verlassen wollte und auf die wir manchmal den Hass hatten ( z.B. als wir den Weg von der Hauptstadt Kalangala runter trampen wollten und uns alle mitnehmen wollten bis sie den Hund sahen), mit Bier und mit baden richtig gut gehen. Auch Quad fahren mussten wir unbedingt und hatten den Spaß unseres Lebens! Wie in einem James Bond Film rasten wir durch Palmenplantagen und durch kleine Fischerdörfer unter Wäscheleinen durch.




















Danach wollten wir eigentlich nach Fort Portal zu Sophia, einer Freiwilligen, an der Grenze zum Kongo fahren. Doch irgendwie kam uns die spontane Idee, nach Kigali zu fahren, in die Hauptstadt Rwandas. Durch Zufall bekamen wir direkt noch einen Bus dorthin und wir fuhren einfach drauf los, ohne jeglichen Plan von der Stadt und allem.

Nachts kamen wir an und übernachteten zusammen mit Joseph, der auch auf Motelsuche war, in einem ziemlich nicht so schönem Motel. Wir haben ja schon viel erlebt und erfahren bezüglich Hotels, aber 8€ für das Zimmer war eindeutig zu viel für diese Konditionen, aber willkommen im teuren Kigali! Am nächsten Morgen wurden wir von der Rush Hour aufgeweckt und verließen das Zimmer. Wir genossen eine Pizza, Kuchen und ein Schokoladenbrot ( juhuuu!) zum Frühstück, während wir uns im Cybercafe über diese Stadt informierten. Somit kamen wir in das beste Hostel der Welt mit Pool, Volleyballfeld und Bowlingbahn, namens Mamba Club. Von dort aus besichtigten wir das Tutsi - Genozid Museum mit Ausstellungen und Gräbern, die uns sehr gefiel und uns sehr gut in Erinnerung bleiben wird. Vielleicht kennt ihr den Film „Hotel Rwanda“, wenn nicht, müsst ihr den unbedingt anschauen! Er fasst die Ereignisse vor jetzt genau 20 Jahren sehr gut zusammen und ist sehr authentisch dargestellt. Zufälligerweise liefen wir auch an diesem Hotel aus dem Film, das Milles Collins, vorbei, welches die Inspiration für den Film war. Außerdem besuchten wir am nächsten Tag die Inema Art Gallery, wessen Hauptgründer im Februar erst an einer Ausstellung in Köln teilgenommen hatte. Es war eine so tolle Atmosphäre dort mit vielen coolen und interessanten Menschen und Bildern!


Stadt Kigali
Die Innenstadt Kigalis ist sehr faszinierend und modern. Überall stehen große Banken ( wie auch in Nairobi und Daressalam), jedoch ist alles geregelt und sauber. Die erste Veränderung machte sich am plötzlichen Rechtsverkehr bemerkbar. Überall sind Straßenlichter vorhanden, die manchmal sogar mit der ruandischen Flagge bemalt hatten, jedes Haus ist durch ein eigenes Licht beleutet, es gibt einen Bürgersteig mit Straßenrandmarkierungen und Leuchten und die Straßen sind in bester Verfassung. An Kreuzungen wird ( wie es normalerweise sein sollte) angehalten wenn rot ist und gewartet, bis die Sekundenanzeige auf 0 geht und man fahren darf. Es herrscht kein Chaos. Die Pikifahrer müssen sogar Helme tragen und Helme für Mitfahrer bei sich tragen und die Busse haben digitale Anzeigen. Die Atmosphäre dort war sehr angenehm! Außer, als wir im Aufzug feststeckten und alle Lichter ausgingen, aber das ist eine andere Geschichte und soll ein andermal erzählt werden.




Entfernt man sich jedoch dem Stadtkern, sieht die Stadt gar nicht mehr so besonders aus. Auch die Wohngegenden verändern sich und alles sieht plötzlich wieder „normal“ ostafrikanisch aus. Dies hat uns ein bisschen schockiert, weil wir es uns nicht so vorgestellt hatten. Diese Stadt hat wohl noch mehr Potential als Nairobi, die Stadt der Kontraste schlechthin zu sein. Was auch ungewöhnlich war, war das Problem mit den Sprachen. Hier schlagen wir uns immer mit Kiswahili und mit Englisch durch. Da drüben gab es so gut wie kein Kiswahili ( wie auch in Uganda), sondern eher die lokale Sprache, Englisch oder Französisch.

Auf dem Rückweg wieder nach Kisumu machten wir noch einen Stopp in Kampala und besuchten Jonas, Iris und Viktoria.



Alles in allem war es eine super Reise durch das grüne und prächtige Uganda ( auch genannt " Die Perle Afrikas") und durch Kigali mit tollen Erfahrungen und Begegnungen. Ich habe jetzt schon wieder Fernweh.

Auf der anderen Seite ruft die Arbeit endlich wieder und ich freue mich emens auf die Kinder in der Schule!

Bis dahin,
Eure Miri

Abendbrot auf dem Victoriasee, Ssese Islands





Sonntag, 12. April 2015

Hapante, Mrembo! - Der schönste Monat meines Lebens



Und schon wieder ging ein Monat wie im Flug vorbei. Ein Monat, indem Lu und ich einen neuen Mitbewohner hatten!

Mein Marvin lebte sich hier sehr schnell ein und half im Alltag mit. Er erlebte die Schule sehr viele Tage intensiv mit, kochte sogar super leckere Mandazi und hielt die Kinder in der Schule sowie Rawia ständig auf Trapp, indem er sehr oft ihr Kletterbaum war.

Lu, er und ich haben auch das „Karibu“ Projekt angefangen und beendet, um unsere Assembly Hall zu verschönern. Hierbei hat fast jede Klasse einen Buchstaben des Wortes „Karibu“ ( Willkommen) gestaltet, seht selbst! Auch beim Streichen der Pinnwand haben einige Schüler tatkräftig mit geholfen, was diese natürlich zehnfach hübsch gemacht hat!





















Außerdem beschäftigen wir uns seit einiger Zeit mit einer NGO namens ECODS, die sich für umweltliche Belange Kisumus einsetzen, zum Beispiel gibt es Projekte von ihnen, in denen sie die Stadt sauber machen und den Müll aufräumen.
Wir sind mit ihnen in Kontakt bezüglich des Müllberges, der sich direkt gegenüber unserer Schule befindet und ein großes Problem der Schule ist. Dieser sollte bereits vor zwei Jahren umgelegt werden und es wurden auch unglaubliche Summen an Geldern schon dafür von der Regierung Kenias freigegeben, doch in der lokalen Regierung ist nie groß etwas passiert mit dem Geld. Jedoch affektiert dieser Müllberg eine große Spannbreite der Bürger. Betroffen ist neben unserer Schule noch die Secondary School neben unserer, die Lutherkirche, eine Universität, eine riesige Supermarktkette und ein nobles Hotel hinter dem Müllberg, von dem wir das Ausmaß des Müllberges erst richtig begriffen hatten, als wir auf dessen Dachdeck standen.


Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich die Schule.

Zur Zeit beschäftigen wir uns neben der Schule damit, viele Leute zu mobilisieren und auf diesen Müllberg und dessen Probleme aufmerksam zu machen. Unser Ziel ist es, dass dieser Müllberg vor Ende diesen Jahres verlagert werden kann, damit die Schüler und auch die Lehrer nicht mehr so leiden müssen, denn der Gestank und die gesundheitlichen Schäden sind sehr schlimm. Dies wollen wir mit Petitionen erreichen. Wir sehen unsere Arbeit aber auch kritisch, denn der Müllberg wird eben nur verlagert und es werden keine anderen Alternativen angeboten. Diese Lösung ist eben absolut nicht nachhaltig und weiterhin schädlich für die Böden und das Umfeld, aber eben nicht in der Stadtmitte. Jedoch ist dies alles, was wir in einer kurzen Zeit versuchen können und wir haben uns auch auf das Wohlbefinden der Schule und Schüler konzentriert. Auf jeden Fall sind wir gespannt, was und ob sich jetzt noch irgend etwas tun wird! Wir bleiben dran.

Am Wochenende hieß es: auf zum zweiten Mal in die Maasai Mara! Auch wenn das ganze Wochenende aus Fahrerei bestand, war es wirklich wieder eine tolle Erfahrung, bei der wir viele Menschen aus unterschiedlichsten Ländern kennenlernten. Wir sahen die Big 4, also Elefant, Büffel, Gepard und Löwe. Marvin war sehr begeistert und überwältigt von all den Tieren und der schönen Landschaft! Nachts haben wir uns den weitesten und schönsten Sternenhimmel zusammen angeschaut, den ich jemals gesehen habe.



Sogar eine Löwin!




Natürlich musste unser liebster Gast auch einmal feiern gehen hier in Kisumu, um auch die Art von Clubben kennen zu lernen und man muss sagen, er hat sich überhaupt nicht schlecht angestellt! Wir hatten alle eine menge Spaß zusammen!

Durch unsere Freundin Lisa und deren Bruder sind wir zu einer Organisation gekommen, die Straßenkinder in Kisumu unterstützt und sich für diese einsetzt. Wir waren bereits zweimal abends an ihrer Base in der Stadt, dort, wo sie nachts schlafen und haben mit ihnen Zeit verbracht. Es ist unglaublich, mit was für einer Freundlichkeit die Kinder einen empfangen und wie offen sie zu einem sind. Mir ging jedes Mal sehr viel im Kopf dabei herum. Diese Erfahrungen haben ganz klar einen Teil meines Weltbildes geprägt und mich sprachlos gemacht.



Unsere Reise durch Ostafrika

Nach der letzten Woche in der Schule sind Marvin und ich dann auf Tour gegangen. Wir wollten unbedingt zusammen reisen und auch ein bisschen Zeit für uns haben. Anfangs begleiteten Lu und ihre Freundin Jasmin aus Deutschland uns und wir verbrachten eine tolle Zeit in Nakuru, wo ich zum ersten Mal in meinem Leben mit Marv in einem Casino war und wir uns natürlich gleich blamiert haben haha.

In Naivasha kletterten Marvin und ich dann den Mt. Longonot ( einen Vulkan) rauf, was wirklich großartig und sehr lustig war ( unter anderem Kaffee aus einer Plastiktüte zu trinken). Leider erwartete uns ein Gewitter und wir konnten die Spitze nicht ganz erklimmen, was es aber eindeutig mehr zu einem Abenteuer gemacht hat!



 Auch fuhren wir mit den Rädern durch das Hells Gate, welches die Inspiration für den Film „König der Löwen“ war und besuchten eine Schlucht, welche unter anderem Schauplatz von „Tomb Raider“ war. Die Schlucht hat uns wirklich sehr beeindruckt, vor allem, weil nach jeder Flut ein bisschen Boden abgetragen wird und der Boden seit Februar ungefähr ein Meter tiefer liegt! Leider haben wir Simba nicht gesehen :( Aber dafür Pumba!

faszinierend!


















Voldemort- Baby Affe











Marvin, der Büffel glotzt uns aber echt an...





























Danach hieß es Abschied nehmen von Lu und Jasmin, bevor Marvin und ich weiter nach Nairobi gefahren sind. Wir machten uns einen schönen Tag dort und fuhren nachts nach Moshi ( Tanzania) und kamen am nächsten Tag abends in Tanga am Strand an.

Es war wundervoll und wir hatten sogar vom Bett aus Meerblick! Wir verbrachten schöne 5 Tage mit leckerem indischem Essen, Strand mit Wellen, Radfahren, nochmal Essen, Sonnenbränden, Wein, Bummeln auf Stoffmärkten und Pool spielen. Bei einem Abendspaziergang am Strand bemerkte Marvin plötzlich, dass das mehr unter uns leuchtet. Und tatsächlich, es war nicht der Wein, der Boden hat geleuchtet. Als wir feststellten, dass auch das Meer leuchtet, wenn man das Wasser aufrührte, gingen wir sofort Nachtbaden! Es war der absolute Wahnsinn: Bei jedem Armzug ist ein blauer Schweif vom Körper weggegangen und man fühlte sich wie ein Avatar. Am coolsten war es, wenn man jemandem beim Reinrennen zugesehen hat, da hat man dann so richtig die Stapfen gesehen. Da Marv ein Umweltgeowissenschaftler ist, wusste er sofort, dass es Plankton war. Dieses Phänomen gibt es auf der Welt nur an einigen Stellen.

Ein richtiger Traumurlaub, ihr seid herzlichst dazu eingeladen, die Bilder anzuschauen!

Tanga - wunderschön!

Zusammen Wellenreiten!

Zwei Grinsebacken

Nochmal eben über Nairobi geschaut

und am Kili vorbei gerast :)


... mit dem Fahrrad !
Dich liebe ich!




Am 08. April flog Marvin von Nairobi aus wieder nach Hause. Der Abschied war sehr schmerzhaft, vielen Dank, dass du da warst. Es war eine schöne Zeit mit dir, die leider viel zu schnell vorbei ging. Nakutuma busu! Ich finde es echt doof, dass ich dich habe gehen lassen...dich hätte ich irgendwo festbinden sollen... :)

Jetzt ist auch unser letzter Besucher weg und in 4 Monaten geht es schon wieder heim. Niemals habe ich gedacht, dass ein Jahr so schnell vorbei gehen kann. Irgendwie echt schockierend und ein wenig traurig, dass es schon fast vorbei ist und es mir vorkommt, als wäre es nur noch ein Katzensprung. Die Kinder in der Schule, das Leben hier und unsere Familie haben sich so in mein Herz geschlossen!

Doch zur Zeit bin ich wirklich froh, dass es nur noch 4 Monate sind. Ich freue mich nämlich auf Deutschland. Auf die Tradition und auf die kleinen Dinge, die ich immer für selbstverständlich hielt wie draußen auf der Straße mit Freunden zu sitzen und Sekt zu trinken und vieles mehr! Auch habe ich niemals gedacht, so etwas sagen zu können, doch es ist tatsächlich so.

Gestern waren wir auf einer Hochzeit in Siaya von einer Freundin von den Freunden aus Kisii. Diese Erfahrung war auch echt wertvoll, denn jetzt habe ich einen Vergleich einer Hochzeit hier und einer in Deutschland. Hier ist es wirklich anders von Anfang bis Ende. Viel tanzen, schreien und singen, Gott preisen, beten. Die Liebe stand nicht so sehr im Vordergrund, fand ich. Und es war sehr viel relativ ungeplant. Ich finde, die optimale Lösung einer Hochzeit wäre eine Mischung von unseren beiden Kulturen (eigentlich was alles betrifft). Ein bisschen tanzen auf deutschen Hochzeiten wäre doch super!

Jetzt haben wir noch 3 Wochen Ferien, mal sehen, was die noch so mit sich bringen, außer die Regenzeit!

Eure Miri

Sonntag, 8. März 2015

Schunnfamily meets Elephantfamily

Hallohallohallo!
Hier einige Neuigkeiten!

Kurz nach meinem letzten Blogeintrag kam meine Familie zu Besuch.
Ich empfing sie hier in Kisumu am 13.02. morgens - die Freude war riesig und natürlich sind auch Tränen gekullert! Es ist einfach wieder alles hochgekommen in dem Moment des Wiedersehens, vor allem musste ich mich an den Moment erinnern, an dem ich von ihnen Abschied nehmen musste. Es war großartig, sie wieder in den Arm schließen zu können!

Ihre erste Fahrt im Tuk Tuk haben sie auch genossen und neugierig aus den Fenstern geschaut und festgestellt, dass hier doch einige Sachen komplett anders sind als sie es gewohnt waren!

Zuerst führte ich sie zu unserem Haus und wir frühstückten ausgiebig mit leckeren Früchten. Mir war es sehr wichtig, dass sie sehen, wie Lu und ich leben! Nach einem großen Einkauf fuhren wir alle zusammen in die Unterkunft in einem anderen Stadtteil Kisumus, wo meine Eltern untergebracht waren. Ka schlief über die Zeit glücklicherweise bei mir <3.

Mama war die ersten 2 Tage leider krank, also verbrachte ich die meiste Zeit mit meinem Vater, was richtig viel Spaß gemacht hat und ich sehr genossen habe. Zusammen mit Ka fuhren wir mit dem Matatu in die Berge, um eine tolle Aussicht zu genießen. Abends waren wir lecker local essen, in unserer Stamm - Mamas Kitchen.

Die nächsten Tage verbrachten wir mit ins Kino gehen ( den Film haben wir alle nur zur Hälfte verstanden, haha), abends lecker essen bei uns wenn Lisa für uns gekocht hatte ( Hahn mit Kochbanane und Erdnusssoße, Chapati mit Bohnen), den Maasai Markt durchstöbern oder am Pool der Unterkunft meiner Eltern ausspannen. Soll heißen: wir hatten alle zusammen eine tolle Zeit!



Am Donnerstag morgen brachen wir auf in die Maasai Mara. Unser Freund Timmy organisiert Safaris und holte uns um 8 Uhr bei uns ab. Naja, mehr oder weniger 8 Uhr... wie vermutet verließen wir Kisumu erst um 10 Uhr. Schon allein die Natur und die Villages beeindruckten alle sehr. Als dann Mama ihr erstes Zebra sah, fiel mir echt ein Stein vom Herzen ( die haben sich nämlich an dem Tag besonders gut versteckt)!

Einen Zwischenstop machten wir dann noch in Kisii und trafen unsere Freunde Anna und Tobi und aßen alle zusammen zum Mittag in einem Restaurant. Danach wurde die Piste ganz schön holprig und wir fuhren etwa 2 Stunden auf unbefestigter Straße. Ka fand das ganz schön lustig.
Dann plötzlich kamen wir an und standen am Aussichtspunkt: wir konnten ewig weit in die Ferne sehen. Wirklich unglaublich. Donnerstag abends sahen wir außerdem noch den schönsten Sonnenuntergang, den ich bisher gesehen habe    ( ich habe kein Bild gemacht, war beschäftigt mit genießen). Begrüßt wurden wir von zahlreichen Tieren wie Zebras, Elefanten und Giraffen in der Abenddämmerung.

Schlussendlich kamen wir in unserer Unterkunft an. Wir schliefen in riesen Zelten mit gefließter (!) Dusche, Klo und Bad. War schon ziemlich luxuriös und das Essen, was ja sehr wichtig ist, war top! Nachts bewachten die Maasai die Gäste der Unterkunft und beschützten sie vor den Hyänen.

Hier kommt nun eine Bilderserie vom Samstag, an dem wir einen ganztägigen Game Drive gemacht haben.
Top Aussicht!

Der Gepard - zahm und zum Schmusen!

Elephants are marching...

Ganz versteckt: der Leopard

Der Mara River mit Krokos und vielen Hippos

Gruuuselig!

Der König schreitet hinfort

Sonnenaufgang im wunderbaren Land


Ich will ein Kind von dir!


Dich hätten wir fast überfahren, Mensch...

Es nennt sich Waterbuck

Der Gepard chillt unter der einzigen Akazie weit und breit

I have the biggest ass, bitch

An der Grenze Kenias zu Tansania: wir stehen in der Serengeti!
Sonntag morgens beim Sonnenaufgang führte uns der Maasai David noch ein bisschen herum und leitete uns in die Lebensweise der Maasai ein. Er zeigte uns verschiedenste Bäume, deren Blätter oder Wurzeln sie als Medizin gegen diverse Krankheiten verwenden und schnitzte auch jedem von uns eine Zahnbürste.

Das war so die Tour an sich und natürlich sind noch kleinere Sachen vorgefallen wie, dass uns ein Affe eine Ananas ganz hinterlistig aus dem Auto herausgeklaut hat und wir ihm nur perplex hinterher schauen konnten...

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass wir eine wunderbare Zeit zusammen hatten, auch wenn es ein bisschen anderer Urlaub für meine Lieben war! Ich bin ihnen so dankbar, dass sie hier waren und sich diesen Schritt getraut haben!

Bis dahin und haltet die Ohren steif,
eure Miri :)